In den letzten Jahren hat sich die Art, wie Menschen arbeiten und reisen, grundlegend gewandelt. Ein Trend, der sich daraus entwickelt hat: die „Workation“ – eine Kombination aus Arbeit („work“) und Urlaub („vacation“). Was das für die Ferienvermietung bedeutet und wie Sie Ihre Unterkunft optimal darauf vorbereiten, zeigt dieser Überblick.
Was ist eine Workation?
Bei einer Workation wird an einem inspirierenden Ort weiterhin gearbeitet – anders als beim klassischen Urlaub verbindet sie Arbeit und Erholung. Remote-Arbeiter, Freelancer und Angestellte mit flexiblen Arbeitsmodellen nutzen sie, um aus dem gewohnten Arbeitsumfeld auszubrechen und dabei produktiv zu bleiben. Für Vermieter ergibt sich daraus eine attraktive Zielgruppe: Gäste, die deutlich länger bleiben als klassische Urlauber und dafür auch bereit sind, angemessen zu zahlen.
Warum der Trend für Vermieter interessant ist
Die Nachfrage nach workation-freundlichen Unterkünften wächst stetig – mit klaren Vorteilen für Vermieter:
- Längere Aufenthalte: Workation-Gäste buchen oft für mehrere Wochen oder Monate statt nur für ein paar Tage.
- Höhere Auslastung in der Nebensaison: Gerade wenn klassische Urlauber fehlen, sorgen Workation-Gäste für stabile Belegung.
- Höherer Mietpreis: Qualität und Ausstattung stehen für diese Zielgruppe im Vordergrund – das schafft Bereitschaft, dafür mehr zu zahlen.
So wird Ihre Unterkunft workation-ready
1. Stabile und schnelle Internetverbindung
Ein leistungsfähiges WLAN ist das Herzstück jeder Workation – ohne stabile Verbindung kommt keine Buchung zustande. Mindestens 50 Mbit/s, idealerweise Glasfaser. Repeater oder Mesh-Systeme sorgen dafür, dass das Signal auch in entfernten Zimmern stark bleibt, ein mobiler Hotspot dient als Rückfallebene.
2. Ein ergonomischer Arbeitsbereich
Ein Küchentisch reicht nicht: Ein richtiger Schreibtisch mit ausreichend Platz, ein bequemer, verstellbarer Bürostuhl, gute blendfreie Beleuchtung und genügend Steckdosen in Arbeitsplatznähe – idealerweise mit USB-Anschluss – machen den Unterschied.
3. Eine ruhige Umgebung
Gute Fenster und dicke Wände reduzieren Lärm. Wo möglich, lohnt sich ein separater Raum oder eine abgelegene Ecke als eigener Arbeitsbereich, getrennt vom Wohn- und Schlafbereich.
4. Eine Küche für längere Aufenthalte
Workation-Gäste bleiben länger und kochen gern selbst. Herd, Backofen, Mikrowelle und Kaffeemaschine sollten ebenso vorhanden sein wie Töpfe, Pfannen, Messer und Schneidebretter.
5. Flexibler Check-in und Check-out
Workation-Gäste reisen mitunter aus anderen Zeitzonen an oder kurzfristig. Ein Schlüssel-Safe-System oder andere flexible Check-in-Lösungen nehmen hier viel Reibung raus.
Fazit
Workation ist mehr als ein kurzlebiger Trend – sie ist eine nachhaltige Entwicklung im Reise- und Arbeitsmarkt. Wer seine Unterkunft frühzeitig auf diese Zielgruppe einstellt, profitiert von längeren Aufenthalten, höherer Auslastung und stabileren Einnahmen, besonders außerhalb der Hauptsaison.
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet eine Workation von einem normalen Urlaub?
Bei einer Workation wird während des Aufenthalts weiterhin gearbeitet – der Ort wechselt, der Job bleibt. Anders als bei einem klassischen Urlaub geht es nicht darum, komplett abzuschalten, sondern Arbeit mit Erholung und einer inspirierenden Umgebung zu verbinden.
Welche Internetgeschwindigkeit brauche ich für Workation-Gäste?
Mindestens 50 Mbit/s, idealerweise eine Glasfaseranbindung. Genauso wichtig wie die reine Geschwindigkeit ist eine gleichmäßige WLAN-Abdeckung in der gesamten Wohnung – notfalls mit Repeatern oder einem Mesh-System nachrüsten.
Lohnt sich Workation auch außerhalb der Hauptsaison?
Gerade dann besonders: Während klassische Urlauber vor allem in den Ferienzeiten buchen, sind Workation-Gäste zeitlich flexibler und sorgen so für eine stabilere Auslastung in ansonsten ruhigeren Monaten.
Muss ich extra Möbel für einen Arbeitsplatz anschaffen?
Ein separates Arbeitszimmer ist nicht nötig – entscheidend ist ein funktionierender Arbeitsplatz: ein Schreibtisch mit ausreichend Fläche, ein bequemer Stuhl und gute Beleuchtung reichen oft schon aus, um aus einer normalen Ferienwohnung eine workation-taugliche zu machen.