Die Wintermonate gelten für viele Ferienwohnungsbesitzer als Nebensaison – dabei steckt gerade hier ungenutztes Potenzial. Mit der richtigen Strategie deckt die Wintervermietung nicht nur laufende Kosten, sondern zahlt sich auch langfristig aus.
Leerstand kostet mehr als niedrige Mieteinnahmen
Auch ein leerstehendes Objekt ist nicht kostenfrei: Grundsteuer, Versicherungen, Hausmeisterdienste, Heizkosten und Instandhaltung laufen weiter. Eine 60 m² große Ferienwohnung verursacht im Winter allein rund 5,95 € Heizkosten und 1,73 € Stromkosten pro Tag – auch ganz ohne Gäste. Selbst eine Vermietung zu niedrigerem Preis deckt zumindest einen Teil dieser Fixkosten.
Zufriedene Wintergäste werden zu Stammgästen
Wer Ihre Immobilie im Winter erlebt, schätzt oft besonders die Ruhe und Atmosphäre, die Usedom in der kalten Jahreszeit bietet. Solche Gäste kommen häufig auch in der Hauptsaison zurück – und das zu regulären Preisen. Ein weiterer Effekt: Eine kontinuierlich vermietete Wohnung wird von Buchungsplattformen aktiver eingestuft und dadurch im Sommer leichter gefunden.
Regelmäßige Nutzung schützt Ihre Immobilie
Eine oft gehörte Sorge ist, dass Wintergäste mehr Abnutzung verursachen. Das Gegenteil ist der Fall: Eine regelmäßig genutzte Wohnung bleibt besser in Schuss. Feuchtigkeitsschäden oder Heizungsausfälle fallen früh auf und lassen sich beheben, bevor daraus teure Reparaturen werden – finanziert aus den laufenden Einnahmen statt aus der eigenen Tasche.
Auch der Immobilienwert profitiert
Selbst wenn Sie auf die Mieteinnahmen nicht angewiesen sind: Eine hohe Auslastung macht Ihre Ferienwohnung zu einem wertvolleren Vermögensgegenstand – bei einem späteren Verkauf ebenso wie bei einer Refinanzierung.
Steuern schmälern den Gewinn, aber unterm Strich bleibt mehr
Ein häufiger Vorbehalt: höhere Steuerlast durch zusätzliche Einnahmen. Dabei fallen Steuern nur auf den zusätzlichen Gewinn an, nicht auf die Gesamteinnahmen – der Nettoertrag bleibt positiv. Zusätzliche Einnahmen lassen sich zudem in Ausstattung investieren, die sich steuerlich geltend machen lässt.
Wer kommt eigentlich im Winter nach Usedom?
Wintergäste suchen etwas anderes als Sommerurlauber: Ruhe, Erholung und gemütliche Tage, oft zu günstigeren Preisen. Mit gezielten Angeboten – Kurztrips, Wellness-Pakete, ein Kamin oder eine Sauna – lässt sich genau diese Zielgruppe ansprechen, ohne dass das Sommergeschäft darunter leidet.
Fazit
Die Wintervermietung macht Ihre Immobilie profitabler und sichert langfristig ihren Wert. Selbst bei niedrigeren Einnahmen als im Sommer überwiegen die Vorteile: gedeckte Fixkosten, ein besser gepflegtes Objekt und ein Wettbewerbsvorteil, der sich bis in die Hauptsaison auszahlt.
Häufig gestellte Fragen
Lohnt sich die Vermietung im Winter trotz der Fixkosten überhaupt?
Ein leerstehendes Objekt verursacht weiterhin Kosten wie Grundsteuer, Versicherungen, Hausmeisterdienste, Wartung und Heizung – auch ganz ohne Gäste kühlt eine Wohnung nicht aus, wenn sie beheizt bleiben muss, um Schäden wie Schimmel zu vermeiden. Regelmäßig bewohnte Wohnungen benötigen dafür sogar weniger Energie. Selbst niedrige Mieteinnahmen helfen, diese Fixkosten zu decken, statt sie allein zu tragen.
Bringt mir die Wintervermietung auch langfristig etwas?
Ja. Gäste, die im Winter positive Erfahrungen machen, buchen oft auch in der Hauptsaison zu regulären Preisen erneut. Zusätzlich verbessert eine kontinuierliche Vermietung Ihre Position in den Algorithmen von Buchungsplattformen – Ihr Objekt wird im Sommer leichter gefunden, was sich direkt auf die Buchungszahlen auswirkt.
Nutzt sich meine Wohnung durch mehr Gäste nicht schneller ab?
Im Gegenteil: Eine regelmäßig genutzte Immobilie bleibt besser in Schuss. Probleme wie Feuchtigkeit oder ein Heizungsausfall fallen früh auf, statt unbemerkt über Monate Schaden anzurichten. Die laufenden Einnahmen lassen sich zudem in kleinere, kontinuierliche Renovierungen stecken, statt später hohe Einmalbeträge zahlen zu müssen.
Steigert Wintervermietung auch den Wert meiner Immobilie?
Ja. Auch wenn Sie die Einnahmen nicht dringend brauchen: Eine höhere Auslastung macht Ihre Ferienwohnung zu einem attraktiveren Vermögenswert – ein Vorteil, der sich bei einem späteren Verkauf oder einer Refinanzierung bemerkbar macht.
Muss ich durch die Zusatzeinnahmen deutlich mehr Steuern zahlen?
Die Steuerlast steigt zwar, aber nur auf den zusätzlichen Gewinn – nicht auf die Gesamteinnahmen. Unterm Strich bleibt mehr Netto-Gewinn übrig, als die Mehrsteuer kostet. Investitionen in die Immobilie, finanziert aus diesen Einnahmen, lassen sich zudem steuerlich absetzen.
Wer kommt überhaupt im Winter nach Usedom?
Wintergäste haben andere Erwartungen als Sommerurlauber: Sie suchen Ruhe, Erholung und gemütliche Tage – oft unabhängig von Strand und Außenaktivitäten. Mit der passenden Ausstattung, etwa einem Kamin, einer Sauna oder Wellness-Angeboten, lässt sich diese Zielgruppe gezielt ansprechen und ein positives Gästeerlebnis schaffen.